Senden: Kleine Gemeinde, ganz groß!

21.07.2023

„Entdecke Dein Nordrhein-Westfalen“: Frauen Union Nordrhein-Westfalen besucht Stever-Gemeinde Senden im schönen Kreis Coesfeld.

Senden hat rund 21.000 Einwohnerinnen und Einwohner und liegt direkt vor den Toren der Stadt Münster. In der "Entdecke Dein Nordrhein-Westfalen"-Tour der Frauen Union ging es um Herausforderungen kleinerer Gemeinden im ländlichen Raum.

Elke Duhme, Stellvertretende Landesvorsitzende der Frauen Union Nordrhein-Westfalen: „Gerade die ländlichen Räume in Nordrhein-Westfalen gehören zu den Zukunftsräumen im einwohnergrößten Bundesland. Mit ganz viel Herzblut, Heimatsinn und Engagement werden die Herausforderungen angepackt. Dazu gehört fest das ehrenamtliche Engagement - ob im Heimatverein, im Trägerverein Schloss Senden oder in der kommunalen Ratsarbeit. Die Stever-Gemeinde Senden hat in den vergangenen Jahren aus eigenen Finanzmitteln und mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen sowie des Bundes viel auf den Weg gebracht. Senden gehört zweifelsohne zur starken Heimat in Nordrhein-Westfalen.“

"Altes Zollhaus Senden": Mit viel Heimatliebe traditionsreichem Gebäude neue Zukunft geschenkt

Startpunkt der Tour war das „Alte Zollhaus“: Agnes Wienker und Karl Schulze Höping vom Heimatverein Senden e.V. begrüßten die Gruppe und erläuterten den Werdegang des heutigen Heimathauses. Der Heimatverein Senden e.V. hat mit Hilfe der Gemeinde, des Landes Nordrhein-Westfalen und des Bundes und tatkräftiger Unterstützung in vielen Stunden das gemeindebild-prägende Gebäude vor dem weiteren Verfall gerettet. Damit konnte dem Gebäude, welches für Senden mit viel Geschichte und Geschichten daherkommt, eine neue Zukunft geschenkt werden und lädt seitdem zahlreiche Gäste aus Senden und Umgebung ein.

Anschließend ging es in einem Stadtrundgang mit Günther Mondwurf (CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender), Gaby Vogdt (CDU-Ortsverbandsvorsitzende) und Professor Dr. Martin Lühder (CDU-Ortsverband Senden) quer durch die Stever-Gemeinde, die mit viel Aufenthaltsqualität daherkommt. Am Beispiel einer Wohnsiedlung wurde die Herausforderung dargestellt, die sich mit der kommunalen Wärmeplanung ergeben wird: Eine Vielzahl von Einzeleigentümern in einer Wohnanlage, die gleichzeitig deutliche Modernisierungserfordernisse zeigt, wird zusätzliche Herausforderungen mit sich bringen.

In und um Schloss Senden: Neues aus Altem entstehen lassen

Münsterland ist Schlösserland - so auch in der Stevergemeinde Senden: 2015 gründete sich ein Trägerverein, um das Schloss Senden und den umliegenden Park im Sinne der Denkmalpflege zu erhalten, wissenschaftlich zu erforschen und einer zukunftsfähigen Nutzung zuzuführen. Dr. Franz Waldmann und Dr. Martina Fleßner erläuterten den bisherigen Baufortschritt und das, was noch ansteht. Das Ziel: Ein Schloss für Alle! Seit dem ist am Schloss Senden viel passiert und das sichtbar. Auch bei dieser Wiederherstellung von historischer Substanz helfen das Land Nordrhein-Westfalen und der Bund sowie zahlreiche tatkräftige Unterstützerinnen und Unterstützer mit. Das Ergebnis kann sich bis jetzt mehr als sehen lassen: Mit viel Innovation und Aktion macht das Schloss Senden von sich reden.

Landwirte und Bauern brauchen Sicherheit: Lebensmittelproduktion auf höchstem Niveau

Zum Abschluss besuchte die Frauen Union Nordrhein-Westfalen den Hof Grothues-Potthoff mit rund 800-jähriger Familientradition: Spargel, Äpfel, Erdbeeren und allerlei andere landwirtschaftliche Erzeugnisse stehen im Mittelpunkt des Vollerwerbsbetriebes, der zahlreichen Menschen Arbeit bietet. Gerade die Zukunft des Sonderkulturanbaus in Deutschland bereitet vielen Landwirten Sorgen: „Erhöhte Erzeugerpreise durch - im Vergleich zum Ausland - hohe Standards, Lohn- und Energiekosten werden von Seiten der Verbraucherinnen und Verbraucher zu wenig honoriert. Sie schauen einzig auf den Preis, dabei schaffen die heimischen Landwirte regionale Lebensmittelproduktion unter höchsten Standards zur Versorgung unserer Bevölkerung und bieten Arbeitsplätze. Wir Landwirte und Bauern brauchen Sicherheit,“ so Alexander Grothues.